Alles Liebe & gleiche Rechte zum Regenbogenfamilientag

Den heutigen International Family Equality Day (Regenbogenfamilientag) möchten ich nutzen, um die tollen und vielfältigen Regenbogenfamilien in Berlin zu würdigen und zu feiern. In diesen krisengeschüttelten Zeiten ist es aber ebenso wichtig, den Kampf gegen ungleiche Rechte und Diskriminierungen fortzuführen. Die Corona-Pandemie birgt die Gefahr, den gesellschaftlichen Backlash zu bestärken. Immer deutlicher werden gleiche Rechte und vielfältigen Lebensweisen und Familienformen in Frage gestellt. Dem stellen wir Grüne uns nicht nur entschieden entgegen, sondern wir fordern darüber hinaus endlich wahre Gleichberechtigung. Wir müssen als Gesellschaft einen Schritt voran und nicht zwei Schritte zurück gehen!

In meiner politischen Arbeit sind aus meiner Sicht folgenden drei Forderungen, auf dem Weg zur tatsächlichen Gleichstellung von Regenbogen-Familien, besonders dringlich:

Die rechtliche Gleichstellung von Co-Müttern

Bei der Geburt eines gemeinsamen Kindes muss für homo- und bisexuelle Frauen*paare gelten, was auch für heterosexuelle Paare gilt: beide Eheleute sind von Anfang an rechtlich vollwertige Elternteile. Das unsägliche Verfahren der Stiefkindadoption muss endlich abgeschafft werden: Beide Mütter müssen von Geburt an gleichberechtigte Eltern ihres Kindes sein können.

Die Stärkung reproduktiver Rechte

Wir setzen uns für eine finanzielle Unterstützung bei der Kinderwunschbehandlung aus den bestehenden Landesmitteln für alle in Berlin lebenden Frauenpaare sowie alleinstehende Frauen bzw. gebärfähige Menschen ein – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und ihrem Familienstand.

Unterstützung statt Ausgrenzung in Regenbogen-Pflegefamilien

Um LSBTIQ*-feindlichen Vorurteilen gegenüber Regenbogen-Pflegeeltern zu begegnen, wollen wir Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen aller relevanten Stellen und Behörden. Sowie darüber hinaus die Einrichtung eines spezifischen Beratungs- und Unterstützungsangebots für Regenbogen-Pflegefamilien als Anlaufstelle für u.a. rechtliche Fragen im Umgang mit Behörden und Gerichten.

Es wird endlich Zeit für gleiche Rechte bei gleicher Liebe!

Für die Umsetzung dieser Forderungen setze ich mich in meiner politischen Arbeit mit allen Kräften ein.

 

Weitere Informationen:

Die o.g. Forderungen basieren auf einem Antrag für den Berliner Landesparteitag. Hier finden Sie den vollständigen Antrag „Gleichstellung ohne Wenn und Aber – Schluss mit der rechtlichen Diskriminierung von Lesben* und ihren Familien!

4 Jahre im Abgeordnetenhaus von Berlin

Seit vier Jahren bin ich Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Mein Kiez ist der Schöneberger Norden, meine Themen sind Antidiskriminierungs-, Queer- und Haushaltspolitik.

Wenn Sie wissen wollen, was die größten Erfolge der letzten vier Jahre in meinen Fachthemen waren, oder wie ich mich auf Landesebene für meinen Bezirk Tempelhof-Schöneberg einsetze, dann schauen Sie sich meinen Beitrag „4 Jahre im Abgeordnetenhaus von Berlin“ an.