Wie queer sind die Berliner Bezirke?

Schrfitliche Anfrage: Was tun die Berliner Bezirke zur Förderung von Vielfalt und queerem Leben?

 

Anfang März 2020 habe ich alle Bezirke nach ihrem Engagement zur Förderung von Vielfalt und queeren Angeboten gefragt.

Die Antworten zeigen: alle Berliner Bezirke haben Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBTIQ) auf dem Schirm und zeigen sich etwa durch das Hissen der Regenbogenfahne während der Pride Week solidarisch mit ihrer queeren Community. Das ist eine gute Nachricht!

Doch das tatsächlich existierende Angebot für LSBTIQ und damit auch das Ausmaß an tatsächlichem Engagement klafft zwischen den Bezirken zum Teil weit auseinander. Ich finde aber, es darf nicht vom Wohnort abhängen, ob LSBTIQ Zugang zu Unterstützungs- und Beratungsangeboten erhalten.

Gerade als Schöneberger Abgeordneter sage ich: Diese Angebote braucht es überall – gerade für queere Jugendliche, queere Senior*innen und alle anderen, die nicht stadtweit mobil sind.

Ich fordere daher, dass nicht nur einzelne, sondern alle Bezirke finanzielle Ressourcen aus ihren Haushalten für queere Projekte bereitstellen. Die Jugendeinrichtungen aller Bezirke müssen queere Angebote machen – zur Unterstützung des Coming-outs und als „Safe Space“ für queere Jugendliche. Es ist ein tolles Signal, dass neben dem aus Landesmitteln geförderten queeren Jugendzentrum in Pankow, der Bezirk Mitte vorangeht und ein eigenes queeres Jugendzentrum ins Leben gerufen hat. Das sollte berlinweit Signalwirkung haben!

Eins ist klar: zur wirkungsvollen Unterstützung von LSBTIQ braucht es mehr Abstimmung und Vernetzung unter den Bezirken –auch mit der Landesebene. Hier sind alle Bezirke aufgefordert, endlich die bereits im letzten Jahr zugesagten Ansprechpersonen zur berlinweiten Umsetzung der „Initiative Geschlechtliche und Sexuelle Vielfalt“ (IGSV) zu benennen. Schade ist zudem, dass bisher nur ein Bezirk die Stelle einer Queerbeauftragten eingerichtet hat. Hier sind die anderen Bezirke gefordert, rasch nachzuziehen.

 

Weitere Informationen:

Die Antwort des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Lichtenberg finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Marzahn-Hellersdorf finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Mitte finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Neukölln finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Pankow finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Reinickendorf finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Spandau finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Steglitz-Zehlendorf finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Tempelhof-Schöneberg finden Sie hier.

Die Antwort des Bezirks Treptow-Köpenick finden Sie hier.

Pressestimmen:

tagesspiegel: „In vielen Berliner Bezirken fehlt es an queeren Angeboten

4 Jahre im Abgeordnetenhaus von Berlin

Seit vier Jahren bin ich Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Mein Kiez ist der Schöneberger Norden, meine Themen sind Antidiskriminierungs-, Queer- und Haushaltspolitik.

Wenn Sie wissen wollen, was die größten Erfolge der letzten vier Jahre in meinen Fachthemen waren, oder wie ich mich auf Landesebene für meinen Bezirk Tempelhof-Schöneberg einsetze, dann schauen Sie sich meinen Beitrag „4 Jahre im Abgeordnetenhaus von Berlin“ an.