Antisemitismus in Berlin – Anzahl der Übergriffe alarmierend hoch!

Sebastian Walter, MdA, Sprecher für Antidiskriminierungspolitik kommentiert:

Die am 29.04.2020 von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin) veröffentlichten Zahlen zu antisemitischen Vorfällen im Jahr 2019 in Berlin stimmen leider nur auf den ersten Blick hoffnungsfroh. Auch wenn die absolute Zahl antisemitischer Attacken im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken ist, so kann keine Entwarnung gegeben werden. Im Gegenteil: Die Anzahl der Übergriffe in Berlin ist noch immer alarmierend hoch. Jeder der im Jahr 2019 dokumentierten 881 Fälle ist ein Fall zuviel!

Die Zahlen im Überblick

Die von RIAS dokumentierten Fälle umfassen 33 antisemitische Angriffe, 38 Fälle gezielter Sachbeschädigungen, 59 antisemitische Bedrohungen, 648 Fälle verletzenden Verhaltens und 103 antisemitische Massenzuschriften. Dabei waren 329 Personen von Antisemitismus betroffen. Inhaltlich traten antisemitische Vorfälle in Berlin am häufigsten in Form von Erinnerungsabwehraggressionen gegen die nationalsozialistischen Verbrechen und/oder ein positiver Bezug zum Nationalsozialismus auf.

Weitere Informationen

Den vollständigen Bericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin) finden Sie hier.

Der Tagesspiegel berichtet: Beobachtungsstelle RIAS meldet für 2019 weniger Angriffe von Judenhassern

Die Berliner Morgenpost berichtet: Rückgang der antisemitischen Vorfälle in Berlin

 

4 Jahre im Abgeordnetenhaus von Berlin

Seit vier Jahren bin ich Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Mein Kiez ist der Schöneberger Norden, meine Themen sind Antidiskriminierungs-, Queer- und Haushaltspolitik.

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