Kommentar zur homophoben Graffito-Serie in Berlin

Kommentar zur homophoben Graffito-Serie in Berlin

Die Graffito-Serie „Schwule sterben aus“ haben die beiden queerpolitischen Sprecher*innen Sebastian Walter, MdA und Anja Kofbinger, MdA der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, zum Anlass genommen, eine Schriftliche Anfrage an den Senat zu stellen.

Aus der Anfrage ging hervor, dass das Graffito berlinweit 77 Mal gemeldet wurde. Auch wenn die Intention des Graffitos nicht eindeutig ist, erkennt der Senat an, dass das Graffito „grundsätzlich geeignet (ist), Schwule zu
verunsichern und/oder zu empören. Ein homophober Hintergrund ist anzunehmen.“

Sebastian Walter, MdA, der das Graffito beim Fahrradfahren im Mendelssohn-Bartholdy-Park bemerkte, begrüßt diese Lesart:

„Ich war selbst über die Bedeutung des Graffitos verunsichert. Daher finde ich es wichtig, dass die Polizei von einer politischen Motivation ausgeht. Es ist ja nicht auszuschließen, dass es sich dabei um einen Gewaltaufruf handelt! Homophobe Äußerungen dürfen in Berlin keinen Platz haben – nicht auf Schulhöfen, nicht in öffentlichen Diskussionen und auch nicht auf Wänden!“

„In diesem Zusammenhang freue ich mich auch besonders, dass mein Regenbogenbüro in der Eisenacher Str.6 im Regenbogenkiez ab kommenden Montag zur Registerstelle für diskriminierende Vorfälle wird. Homophobe, oder diskriminierende Schmierereien, Aussagen oder Handlungen können dann dort bei mir oder meinen Mitarbeiter*innen gemeldet werden.“

Die schriftliche Anfrage finden Sie hier.

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