Kritik an der Bundesregierung bezüglich Aufarbeitung von Kolonialverbrechen

Kritik an der Bundesregierung bezüglich Aufarbeitung von Kolonialverbrechen

Zur Feierstunde im Französischen Dom mit der Rückgabe von menschlichen Gebeinen an die Nachfahren der Herero und Nama, die von deutschen Kolonialverbrechern entwendet wurden, erklären Daniel Wesener, Sprecher für Kulturpolitik, und Sebastian Walter, Sprecher für Antidiskriminierungspolitik:

Wesener\Walter, MdA:
„Die Bundesregierung hat heute eine historische Chance vertan: Eine offizielle Anerkennung und Entschuldigung für den Völkermord an den Herero und Name wäre angemessen und überfällig gewesen. Der Festakt blieb so eine Symbolveranstaltung. Die Kritik der anwesenden Nachfahren ist berechtigt. Die Ankündigung der Großen Koalition in ihrem Koalitionsvertrag, diese Kolonialvergangenheit endlich aufzuarbeiten, entpuppte sich erneut als leeres Versprechen. Die Verhandlungen der deutschen Bundesregierung um die Anerkennung des Genozids und um Reparationsleistungen müssen nun neu aufgesetzt und gemeinsam mit den gewählten Vertretern der Herero und Nama geführt werden.“

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