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Sebastian Walter zu Besuch bei der Veranstaltung „Wenn die Mutter lesbisch lebt(e)“

Januar 17 @ 3:30 pm - 7:00 pm

Bis in die 1990er hinein wurde Frauen in der Bundesrepublik, wenn sie in Beziehungen mit Frauen lebten, in Einzelfällen das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen. Als Grund wurde dafür oft die Gefährdung des Kindeswohls angeführt. Aktuell gibt es dazu eine erste Studie aus dem grünen Familienministerium in Rheinland-Pfalz; eine bundesweite Aufarbeitung und genaue Zahlen, wie viele Frauen von einem Sorgerechtsentzug betroffen oder bedroht waren, sowie zur Lage der lesbischen und bisexuellen Mütter in der DDR fehlen allerdings.
Mit dem Fachgespräch wollen wir das Thema zum ersten Mal öffentlich diskutieren. Es ist wichtig, über das große Unrecht, das durch das entzogene Sorgerecht Müttern und ihren Kindern angetan wurde und über die Angst, die ein möglicher Sorgerechtsentzug bereitet hat, öffentlich zu sprechen. Wir wollen auch darüber diskutieren, inwieweit Behörden und Ämter auch heute noch Vorurteile gegenüber lesbischen und bisexuellen Müttern haben. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten und Vertreter*innen von Beratungsstellen und der LSBTIQ-Community erörtern wir, wie eine Aufarbeitung aussehen kann, was gebraucht wird, damit mögliche Diskriminierungen nicht fortgeschrieben werden und welche Maßnahmen zur Anerkennung, Rehabilitierung und Entschädigung dieser Mütter getroffen werden müssen.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, mit uns über dieses noch immer tabuisierte Thema zu sprechen.

Veranstaltungsort

Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, Saal E200
Adele-Schreiber-Krieger Str. 1 Berlin 10557 Deutschland + Google Karte