Zehn Jahre Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Zehn Jahre Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

25. Mai 2018

Zum zehnten Jahrestag der Errichtung des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen erklären Anja Kofbinger und Sebastian Walter, Sprecher*innen für Antidiskriminierungs- und Queerpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus:

„Das zehnjährige Bestehen des Denkmals ist ein ganz besonderer Moment für die queere Community, denn mindestens genauso lange haben homosexuelle Aktivist*innen gegen alle Widerstände für dessen Errichtung gekämpft. Anlässlich des Jubiläums möchten wir ihnen gegenüber unseren besonderen Dank ausdrücken. Das Denkmal leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Verfolgungsgeschichte von Lesben und Schwulen während der NS-Diktatur Teil des kollektiven Gedächtnisses der Bundesrepublik geworden ist.

Das historische Unrecht ist uns Mahnung, auch in der Gegenwart gegen Hass und Verfolgung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen einzutreten – und zwar weltweit. Die rechtspopulistischen Kräfte in den Parlamenten stellen die Rechte von Lesben und Schwulen wieder offen in Frage. Dem stellen wir uns entschieden entgegen.“

Zum zehnten Jahrestages der Übergabe des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen an die Öffentlichkeit laden die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld herzlich zu einem Festakt am 3. Juni 2018 ein.

Zur Presseberichterstattung:
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